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Bitte nicht machen: Die 7 Grill-Todsünden

03.08.2017

Klar, jeder Meister an der Fleischzange wird von sich behaupten, dass er ein super guter Griller ist. Doch es gibt immer noch einige Todsünden, die begangen werden und belegen, dass man doch kein so guter Griller ist. Wir helfen euch aus dieser Misere mit unseren sieben Todsünden beim Grillen - die bitte auf keinen Fall machen.

Grill-Todsünde Nummer 1: Hektik verbreiten

Grillen sollte ein schöner, entspannter Vorgang sein. Nix mit Hektik und schnell-schnell! Allein bis ihr grillwürdige Glut habt, braucht es gut 20 Minuten. Mit einem einfachen Trick testet ihr, ob die Glut heiß genug ist: Haltet eure Hand über die Glut und wenn ihr sie nach spätestens fünf Sekunden wegziehen müsst, ist die Glut bereit für euer Grillzeug.

Grill-Todsünde Nummer 2: Aus dem Kühlschrank auf dem Rost

Auf keinen Fall sollte gekühltes Fleisch direkt auf dem heißen Grill landen. Als Faustregel gilt: Eine Stunde vor der Zubereitung soll das Fleisch aus dem Kühlschrank geholt werden. Wenn nämlich kaltes Fleisch auf dem Grill landet, wird der Rost zu kühl und der Garvorgang kommt nicht richtig ins Rollen. Die Folge? Zähes und trockenes Fleisch. Da kann das Fleisch von noch so toller Qualität sein, sagt Grill-Experte Volker Elm. 

Grill-Todsünde Nummer 3: Das Fleisch ständig wenden

Tja, bringt nix. Außer, dass euer Fleisch nicht gescheit durchgaren kann. Wenn ihr denkt, dass es so doch schneller gar werden müsste: Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Hitze des Grills kann sich im Fleisch nicht ausreichend verbreiten, es kühlt aus und braucht so länger, bis es gar ist.

Grill-Todsünde Nummer 4: Ständig ins Fleisch piksen

Machen viele gerne, ist aber für das Fleisch und seine Qualität alles andere als gut. Wer beim Grillen ständig ins Fleisch piekst, ermöglicht es dem wertvollen Saft im Fleisch, ganz easy rauszulaufen. Und dann haben wir später ein trockenes Stück Fleisch auf dem Teller liegen. Schade!

Grill-Todsünde Nummer 5: Zucker, Honig und Tomaten in der Marinade

Zucker und Honig geben Marinaden zwar den gewissen Kick, aber auf dem Grill sorgen die süßen Stoffe dafür, dass das Fleisch später unschöne dunkle Stellen hat. Denn Honig und Zucker dunklen bei Hitze extrem schnell. Auch Tomaten dunklen sehr schnell. Die Marinadensoße lieber gegen Ende des Grillens übers Fleisch geben.

Grill-Todsünde Nummer 6: Bier drauf!

Kommt zwar sehr männlich rüber, beim Grillen dem Fleisch auch mal nen Schluck aus der eigenen Pulle zu spendieren. Doch mehr als Rußpartikel aufzuwirbeln, die sich dann auf dem Fleisch absetzen, und die Grillkohle damit abzukühlen bewirkt das nicht. Außerdem (ihr ahnt es) senkt der Schuss Hopfen-Kaltschale die Temperatur des Fleisches auf dem Grill. Volker Elm, Präsident der German Barbeque Association, hat einen Profi-Tipp: Wer auf Bier- und Whiskey-Aroma auf dem Fleisch steht, sollte es kurz vor dem Servieren damit besprühen. Einfach Bier oder Whiskey in einen Blumensprüher füllen und drauf damit. 

Grill-Todsünde Nummer 7: Direkt reinhauen

Vom Grill ab auf den Teller und reingehauen. So sollte es im Bestfall nicht laufen. Denn Fleisch – besonders Steak - möchte nach dem Grillen gerne noch ein bisschen „atmen“. Der Saft kann sich in etwa 5 Minuten gleichmäßig im Fleisch verteilen. Dazu braucht es auch keine Alufolie außenrum.

Habt ihr weitere Grill-Todsünden und Grillmaster-Tipps?

Johanna Herdejost

Reporter:
Johanna Herdejost

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Die wichtigsten Infos:

Wann? Startschuss für das Angrillen ist am Samstag, 1. April, um 16 Uhr.
Wer? Wir alle. Egal ob bei euch im Garten, auf dem Balkon oder der Terasse: Jeder kann mitgrillen.
Was? Würstchen, Steaks, Gemüse oder was ganz anderes - jeder grillt das, worauf er Lust hat.

Wir grillen mit!

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