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Jugendliche klettern auf Güterzug: Stromschlag

19.06.2017

Symbolbild

Beim Klettern auf einem stehenden Zug haben zwei Jugendliche an der hessisch-thüringischen Grenze einen Stromschlag bekommen. Wie die Bundespolizei mitteilte, bestiegen die 16 und 17 Jahre alten Jungen am Samstagabend in Gerstungen einen im Bahnhof abgestellten Güterzug - offensichtlich um Fotos zu machen.

16-Jähriger wird schwer, 17-Jähriger leicht verletzt

Einer der beiden sei dabei wohl an die Oberleitung gekommen und der Strom auch auf den anderen übergesprungen. Der 16-Jährige erlitt schwere, der 17-Jährige leichte Verletzungen. Sie wurden in ein Fachkrankenhaus nach Kassel gebracht.

Klettern auf Zügen endet mitunter tödlich

Das leichtsinnige Klettern auf Züge zieht immer wieder schwere Unfälle nach sich, die mitunter tödlich enden. So wurde erst vor einer Woche ein junges Pärchen auf einem Güterwaggon in Köln bei einer solchen Klettertour durch einen Stromschlag verletzt. Ebenfalls in Köln war ein 17-Jähriger im April auf einen stehenden Güterzug geklettert. Er erlitt einen Stromschlag und fiel ins Gleisbett, wo er von dem wieder anfahrenden Zug überrollt wurde.

An Oberleitungen der Bahn herrscht Spannung von 15.000 Volt

Nach Angaben der Erfurter Bundespolizei herrscht an den Oberleitungen der Bahn eine Spannung von 15 000 Volt. Schon bei einer Annäherung auf 1,5 Meter könne es zu einem meist tödlichen Stromschlag kommen. Wer auf Vorbauten von Brücken, Masten oder Zugwaggons klettere, begebe sich deswegen in Lebensgefahr, warnten die Beamten. Das gelte auch für das Hantieren mit Luftballons, Drachen oder Wasserschläuchen neben oder über Bahnanlagen.

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