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Sturm auch in Hessen - Todesfälle in NRW & Hamburg

12.09.2017

© dpa

Symbolbild

Als erster großer Herbststurm des Jahres hat Orkantief «Sebastian» den Norden und Nordwesten Deutschlands getroffen. In Hamburg wurde ein Mann von einem Baugerüst erschlagen.

Unglück auch an einer Windrad-Baustelle in Brilon an der Grenze zwischen NRW und Hessen: Dort wurde ein Mann laut "Westfalenpost" von einem Baum erschlagen. Der Ingenieur sei mit Vermessungsarbeiten beschäftigt gewesen, als eine Böe den Baum entwurzelte und ihn erschlug.

Der Wind beschädigte zudem Autos und Gebäude; Dachziegel flogen umher. An der Nordsee fielen viele Fährverbindungen aus. Zuvor hatte «Sebastian» bereits die Niederlande erreicht. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol wurden zeitweise Start- und Landebahnen geschlossen.

Wie verläuft der Sturm in Hessen?

Den starken Wind, der heute auch über Hessen hinwegweht, kann man getrost bereits als ersten Herbststurm bezeichnen. Der böige Wind hat seit den Frühstunden enorm an Stärke zugelegt. Es weht kräftig aus Südwest, und es kam vor allem in den Mittelgebirgen zu heftigen Sturmböen von 90 km/h und mehr.

Bis zu den späten Nachmittagsstunden wehte es überall in Hessen ziemlich heftig. Dabei gab es auch in den Tälern Sturmböen von über 80 km/h. In Nordhessen und in den Mittelgebirgen (zum Beispiel in Upland, Vogelsberg oder Rhön) sind weiter auch 90-100 km/h möglich.

Achtung Autofahrer: Gefahr durch Seitenwind

Vor allem die Autofahrer haben sich auf den durch Hessen führenden Autobahnen auf kräftigen Seitenwind einstellen müssen. Der Wind wird nur langsam schwächer.

Am Donnerstag (14.9.) kommt aber noch einmal ein Nachschlag von „Sebastian“. Dann sind tagsüber noch einmal Böen von bis zu 80 km/h drin. Erst danach verzieht sich das Sturmtief endgültig, und es geht deutlich weniger windig weiter.

Hier die meteorologische Einteilung hoher Windstärken:

Sturm: ab 75 km/h

Schwerer Sturm: ab 89 km/h

Orkanartiger Sturm: ab 103 km/h

Orkan: ab 118 km/h

Galerie: Himmelsschauspiele in Hessen

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