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Förster schlagen Alarm: Baumsterben im Ried

14.09.2017

Die Förster im Hessischen Ried schlagen Alarm: Tausende Bäume sterben hier ab, besonders im Stadtwald von Griesheim bei Darmstadt. Ein Grund: Massenhaft fressen Maikäfer-Larven die Baumwurzeln.

Unterirdische Larven-Invasion

Wenn hier ein Förster richtig schlechte Laune bekommen will, dann nimmt er einen Spaten und gräbt in den Waldboden: Proben im Griesheimer Wald haben fast einhundert Maikäfer-Larven pro Quadratmeter ergeben. Dabei reichen auch schon acht solcher Engerlinge auf einem Fleck aus, um den Bäumen zu schaden.

Rinde fällt von Bäumen ab

Forstamtsleiter Hartmut Müller beschreibt die Gefahr durch die Engerlinge: Sie fressen vor allem die Wurzeln, mit denen der Baum normalerweise Nährstoffe aufnimmt. Deswegen sterben aktuell tausende Bäume ab. Die Baumkronen sind braun, Rinde fällt ab.

Neuanpflanzungen schwierig

Weitere Probleme für den Wald im Ried: Im Jahresschnitt ist es viel zu trocken, der Grundwasser-Stand extrem niedrig. Und die Lage habe sich im Lauf des Jahres verschlimmert. Auch um Jogger und Spaziergänger vor dürren Ästen und Kiefern zu schützen, müssen nun tausende Bäume gefällt werden. Neue Bäume können aber nur dort gepflanzt werden, wo der Befall mit Engerlingen nicht so akut ist, damit die neuen Bäume nicht gleich wieder absterben, so Müller. 

Marc Wilhelm

Reporter:
Marc Wilhelm

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