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Grabungen auf der Milseburg beendet

13.09.2017

Vier Jahre lang haben Archäologen auf der Milseburg in der Rhön Grabungen ausgeführt – im Mittelpunkt stand dabei ein sogenanntes Podium einer keltischen Befestigungsanlage. Viele interessante Stücke haben die Wissenschaftler gefunden – zum Beispiel Schmuckstücke, Keramikscherben und Arbeitsgeräte. Ein Fundstück hat den Kreisarchäologen Frank Verse dabei besonders beeindruckt, wie er im Gespräch mit HIT RADIO FFH sagte.

Kelten-Besiedlung der Milseburg 300 Jahre älter als bisher gedacht

Es handele sich dabei um eine sogenannte Paukenfibel, einer Mischung aus Sicherheitsnadel und Brosche. Die sollte eine Gewand zusammenhalten und gleichzeitig auch schön aussehen, so der Experte. Laut Verse konnten die Wissenschaftler durch dieses Stück herausfinden, dass die Milseburg-Besiedlung rund 300 Jahre älter ist als bisher angenommen. Denn die Paukenfibel stamme aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus.

Ausgrabungs-Stücke werden ausgestellt

Die Stücke der Ausgrabungen können alle Interessierten noch bis zum 15.10. in der Kunststation in Kleinsassen anschauen. Ab dem 8.11. wird es dann eine neue Ausstellung im Vonderau Museum in Fulda geben, in der ebenfalls Stücke der Ausgrabungen gezeigt werden.

Eva-Maria Lauber

Reporter:
Eva-Maria Lauber

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